Liebe nach Drehbuch by Sophia Berg

Liebe nach Drehbuch by Sophia Berg

Author:Sophia Berg [Berg, Sophia]
Language: eng
Format: epub
Tags: Contemporary
ISBN: 9781500452049
Google: SdDwoAEACAAJ
Goodreads: 22706238
Publisher: CreateSpace Independent Publishing Platform
Published: 2014-05-03T22:00:00+00:00


8. Kapitel

Ich werde von den Sonnenstrahlen, die in mein Gesicht scheinen, geweckt. Zunächst blinzle ich einige Male und drehe mich dann mit einem leisen Murren um, damit ich in Ruhe weiterschlafen kann. Ich kuschle mich in das Bettzeug und seufze unwillkürlich wohlig auf. So macht schlafen Spaß!

Dann rauschen plötzlich Bilder an meinem inneren Auge vorbei, die mir die Entspannung am Morgen nehmen. Erst die Vespa, dann Niks Blicke und Berührungen den ganzen Abend über. Der ganze Wein, die Frauenrunde und mein Patzer. Und dann der Kuss von Nik ... Sofort habe ich ein breites Grinsen im Gesicht, als ich an die Knutscherei im Weinberg denke. Das war phänomenal!

»Na, an was denkst du gerade?«, fragt jemand neben mir und ich reiße panisch die Augen auf. Neben dem Bett hockt Nik und beobachtet mich belustigt.

»Verdammt ...«, knirsche ich und halte mir erst einmal den Kopf.

»Alles okay?«, fragt er sogleich und runzelt die Stirn.

»Was ist passiert?« Ich blicke mich in dem Zimmer um und bemerke, dass ich mich nicht in meinem eigenen Schlafzimmer befinde, sondern in seinem. Glücklicherweise liege ich in Unterwäsche unter der Decke und er hat mich nicht völlig nackt gesehen. Was ist, wenn wir Sex hatten und ich davon nichts mehr weiß? Oh Gott! Ich habe unseren ersten gemeinsamen Sex verpennt!

»Du bist eingeschlafen«, erläutert er. »Im Weinberg«, grinst er nun.

»Und dann?« Ich halte mir die Hände vor das Gesicht und blinzle ihn durch meine Finger hindurch an.

»Dann habe ich dich nach Hause gebracht.«

»Du hast mich auf der Vespa nach Hause gefahren?«, frage ich fassungslos nach.

Er schüttelt den Kopf, ohne mich aus den Augen zu lassen. »Nein, Karin hat uns gefahren. Es war aber trotzdem ein sehr ... amüsantes Ereignis ...«, lacht er.

»Nik ... Was meinst du mit sehr amüsant?«

»Drücken wir es einmal so aus ... Ganz Wallendorf weiß jetzt, dass du ein Micky-Mouse-Höschen angehabt hast.«

»Oh nein!«, stöhne ich verzweifelt auf. »Das darf nicht wahr sein ...«

»Hey ... halb so schlimm. Ich fand es sehr sexy«, gurrt er.

Sofort nehme ich die Hände vom Gesicht und blicke ihn mit verkniffener Miene an. »Hatten wir Sex?«, frage ich freiheraus.

Er schaut mich überrascht an. »Nein. Hättest du gerne welchen gehabt?«

»Ich weiß nicht ...«, murmle ich und starre seinen Mund an. »Du hast ja eigentlich keinen verdient ...«

»Ach?«, fragt er mit hochgezogenen Augenbrauen.

»Du lässt die Dame alleine in deinem Bett aufwachen«, flüstere ich und kann die Augen nicht von seinem Gesicht nehmen.

Er richtet sich auf und schlüpft zu mir unter die Decke. Sofort zieht er mich an sich und ich kuschle mich an seine Brust.

»Ich dachte, dass du von diesem ganzen Romantik-Kram die Nase voll hast«, witzelt er.

»Nicht, wenn er etwas mit dir zu tun hat ...«, merke ich an und genieße seine Berührungen.

»Das werde ich für das nächste Mal, wenn du während des Fummelns einschläfst, im Hinterkopf behalten.«

»Tut mir leid.«

»Entschuldige dich doch nicht für so etwas. Außerdem musst du so endlich nicht mehr durch das Loch im Garten klettern, um mit mir zusammen zu frühstücken, sondern kommst direkt aus meinem Bett gekrochen.«

»Gib’s zu ... Du hast das Loch extra in den Gartenzaun gesprengt«, lache ich.



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